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Webinar: Application Delivery Controlling - Mehr Skalierbarkeit und Flexibilität für Applikationen

by Tom Dorn ‎08-30-2016 03:08 PM - edited ‎09-18-2016 06:47 AM (4,500 Views)

Application Delivery Controlling (ADC) – Markt im Wandel

 

Viele Unternehmen beschäftigen sich heute mit dem Umbau ihrer Rechenzentren und ihrer Netzwerkinfrastruktur, um den aktuellen Anforderungen der digitalen Welt gerecht zu werden, für die Zukunft gerüstet zu sein und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei spielen Virtualisierung und Automatisierung eine immer größere Rolle. Die Entwicklungen der letzten 20 Jahre haben diesen Prozess maßgeblich beeinflusst. Die Anzahl der Webseiten und noch vielmehr die Anzahl der Mobilgeräte haben sich dramatisch erhöht. Wenn ich auf einen Kundentermin fahre, habe ich zwei Mobiltelefone, ein Tablet und einen Laptop dabei. Das alleine sind schon vier Geräte, die eine fehlerlose Netzwerkverbindung benötigen. Trends wie Cloud, Mobile und Social Media haben die Entwicklung massiv vorangetrieben. Daher müssen wir heute umdenken und die Netzwerkinfrastrukturen mit einer neuen Architektur versehen.

 

In dem gesamten Netzwerkmarkt spielt das ADC eine bedeutende Rolle, denn mit 15 % ist er genauso groß wie der SAN-Markt. Der Trend zeigt zudem, dass die Anzahl von softwarebasierten Appliances stark zunimmt, während die Zahl von Hardware-Systemen zurückgeht.

 

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Die Entwicklung von Application Delivery Controllers

 

Ursprünglich hatten Application Delivery Controllers bzw. die früheren Load Balancer die Aufgabe, Anfragen über mindestens zwei oder mehrere Anwendungsserver zu verteilen. Schnell sind weitere Funktionen hinzugekommen, wie z.B. Anwendungssicherheit, Server Offloading, SSL Offloading, Cashing, Compression oder Monitoring.

 

Application Delivery Controller sind entweder physikalisch im Rechenzentrum oder virtuell in der Cloud positioniert. Sie machen Applikationen besser und schneller verfügbar, skalierbarer und sicherer, was sie neben Security zu einem der wichtigsten Themen in Rechenzentren und in der Cloud macht. Physische Controller sind statisch und bieten daher keine Möglichkeit der Erweiterung, z.B. der Leistung. Außerdem sind sie in der Beschaffung und im Betrieb deutlich zeitintensiver und kostspieliger. Es wird also eine neue Architektur benötigt, die Application Delivery unterstützt. Diese sollte einige Eigenschaften mit sich bringen, wie z.B. Flexibilität, um die Ressourcen und Bandbreiten je nach Anforderungen sowohl nach oben als auch nach unten anzupassen. Es sollte eine controllerbasierte Architektur sein, die Verteilungen, Ressourcenzuteilung und Management gewährleisten kann. Zudem sollte sie in der Lage sein, Dienste zu automatisieren und mit anderen Controllern oder Orchestrierungsinstrumenten zu interagieren, die eventuell weitere Dienste für die Applikationen bereitstellen.

 

Hardware vs. Software Application Delivery

 

Es wird immer schwieriger, Kunden zufriedenzustellen, besonders bei „Time to Market“ – die benötigte Zeit von der Anforderung bis zur Bereitstellung von Dienstleistungen – aber auch bei der Geschwindigkeit und Leistung von Applikationen. Die meisten Unternehmen bauen gerade ihre Rechenzentrumarchitektur um, um die Anforderungen der Virtualisierung und Digitalisierung zu erfüllen. Das Problem vieler Unternehmen ist aber, dass sie oft gar nicht wissen, wann hohe Anforderungen, sogenannte Lastspitzen, auftreten können. Ich gebe Ihnen ein Beispiel aus der Finanzbranche: Als der Brexit offiziell bekannt wurde, waren die Anfragen an die Online-Applikationen einer Bank so hoch, dass diese erst langsamer wurden und schließlich komplett zusammenbrachen. Welche Finanzinstitution kann sich heute noch so etwas leisten? Oder denken Sie an die E-Commerce-Branche. Hier sind die Anforderungen an das Netzwerk und die Applikationen sehr hoch. Lange Ladezeiten, hohe Latenzzeiten oder gar Unterbrechungen können enorme Kosten verursachen und Kundenzufriedenheit und somit Kundenbindung langfristig schädigen.

 

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Natürlich könnte man das Problem mit neuer Hardware lösen. Doch die Beschaffung ist viel zu zeit- und kostenintensiv und die Hardware kommt früher oder später erneut an ihre Grenzen. Dagegen bieten Software Appliances viele Vorteile. Sie können an multiplen Systemen angebracht werden, das Hinzufügen von weiteren Bandbreiten kann innerhalb weniger Minuten passieren. Hardware müsste nach einiger Zeit gewartet bzw. ausgetauscht werden, was bei einer Software-Lösung komplett entfällt. Zudem können Updates und Upgrades automatisch erfolgen. Da die Controller nah an den Applikationen positioniert sind, kann zudem nicht nur der Platz im Rechenzentrum gespart, sondern auch der Stromverbrauch gesenkt werden.

 

Der Trend geht also klar in Richtung Software Loadbalancing aus vielen guten Gründen, wie Flexibilität, hohe Verfügbarkeit, Service-Automatisierung und hohe Kapitalrendite. Brocade Virtual Application Delivery ist bei vielen großen Cloudanbietern im Einsatz.

 

Wie die Lösungen funktionieren, inklusive einer Live Demo, stelle ich Ihnen zusammen mit Jürgen Luksch (System Engineer DACH) in einem aufgenommenen Video gerne zur Verfügung.

 

Wir haben das Webinar zusammen mit dem Vogel IT Verlag durchgeführt und nach einer kurzen Registrierung bei uns können Sie sich den Mitschnitt direkt auf Youtube ansehen – dort finden Sie auch ein White Paper zu dem Thema vADC zum Download.